Alte Aktienverluste nur noch dieses Jahr verrechenbar

Wer bis 2008 Spekulationsverluste erlitten und daran gedacht hat, diese vom Finanzamt feststellen zu lassen, kann diese nur noch mit Veräußerungsgewinnen aus Wertpapieren von diesem Jahr (oder früher) verrechnen. (§ 23 Abs. 3 Satz 9 in Verbindung mit § 52a Abs. 11 Satz 11 EStG)

Nach dem Steuerjahr 2013 kann man die Verluste nur noch mit Veräußerungen anderer Wirtschaftsgüter wie zum Beispiel Devisen, Edelmetallen oder Kunstgegenständen verrechnen. Ebenso wäre eine Verrechnung mit dem Gewinn aus vermieteten Immobilien möglich, die man innerhalb von zehn Jahren verkauft.

Hinweis:
Theoretisch könnte man die Altverluste sogar noch mit 2013er-Gewinnen aus der Veräußerung von Zinsscheinen oder Dividendenscheinen realisieren. Solche Papiere gibt es aber in der Praxis nicht mehr, weil die Banken keine Tafelpapiere mehr verkaufen.

 

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Krailling